Die Ameisen von Ringelnatz

Von Joachim Ringelnatz gibt es ein Gedicht mit der Überschrift Die Ameisen. Dabei verirren sich die Ameisen direkt nach Altona.

Die Ameisen von Joachim Ringelnatz

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona, auf der Chaussee,
da taten ihnen die Beine weh,
und da verzichteten sie weise
dann auf den letzten Teil der Reise.

Der Dichter Joachim Ringelnatz lebte von 1883 bis 1934.

In Altona gibt es auch eine Ameisenskulptur des nordeutschen Künstlers Peter Schroeder. Dieses soll an das Gedicht von Ringelnatz erinnern. Ameisenskulptur in Altona.

Joachim Ringelnatz

Der Dichter, Schriftsteller, Maler und Kabarettist Joachim Ringelnatz, geboren als Hans Gustav Bötticher, hinterließ ein skurril, expressionistisch, witzig und geistreich geprägtes Werk. Dieses ist zum Glück auch heute noch bekannt und viele seiner Stücke auch geläufig. Wie eben das kurze Gedicht über die beiden Ameisen, die eigentlich nach Amerika wollen, aber bereits in Altona nicht mehr weiter können.

Joachim Ringelnatz arbeitete auch als Schiffsjunge (1901), beendete aber seine Seemannszeit frühzeitig in Britisch-Honduras und musste sich durchschlagen, um in die Heimat zurückzukehren. Hier war seine erste Station Hamburg. Arbeitslos litt er in der Hansestadt Hunger. Ende des Jahres war er Aushilfe in Malferteiners Schlangenbude auf dem Hamburger Dom (er half, die Riesenschlangen zu tragen).

Aber auch zu See fuhr Ringelnatz wieder. 1917 wurde er auf der Schaarhörn zum Leutnant befördert (der Dichter hatte sich direkt zu Kriegsbeginn freiwillig zur Marine gemeldet). Das historische Schiff gibt es heute noch auf der Elbe, vom NDR wurde die Schaarhörn auch als Hamburgs elegantester Dampfer bezeichnet.

 

Julia

 

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